Hermann Berger aus Floridsdorf in Jaffa im Bunker

2019 war für mich ein Horror-Jahr. Ich galt als Radikaler der Buch-Fraktion in Israel, war Rabbi (das habe ich im Selbststudium gelernt) und der Verlogensten Einer. Im März 2019 saß ich im Bunker in Jaffa an der Überwachungsanlage. Sie müssen sich vorstellen, ich bin ein normaler Einbrecher, Zuhälter und Gewaltverbrecher aus Wien. 1940 bin ich für den Judenjob angeworben worden. Ich reflektiere das.

Sigi ließ 150 Raketen gegen mich los, weil ich dort unten weitermachte. Notre Dame, einen Anschlag, der bereits 1914 beschlossen war, rechnete er mir zu. Mein Haus ging in Flammen auf, meine Familie verschwand, ich war nur noch Chef der israelischen Armee.

Wir wussten natürlich, dass wir uns verstehen, aber meine Geschichten wollte er nicht schlucken. Ich weiß, wie das war, zum Beispiel mit dem Vater, als er abgeholt worden ist, die brüderlichen Blicke der Kriminalpolizei, es war doch alles egal.

Sicher, alles wird verpfiffen. Aber viel wichtiger ist doch, dass wir uns wohl fühlen. Ich bin wahrscheinlich mit meinen Brüdern Helge Blasche und Ewald Ebner der beste Verbrecher der Welt. Wie man das macht, den Staat vorzuführen, weiß ich wie kein anderer.

Unser Buckel, weißt du, ich bin sehr stark, Meermann, Tod, trotzdem ungebrochene Energie, ohne Moral, immer Geld da. Das schreckt die Polizei. Die feindlichen Brüder.

Arminio Rothstein

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Interview zur Rolle der Türken in Österreich

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