Erinnerung an Umm Qasr

Als im Jahr 2003 die ahnungslose US-Army mit Trompetengeheul in der arabischen Republik Irak einmarschiert ist war ich sehr wütend. Die Strafexpedition nach Kuwait war vollkommen berechtigt gewesen und die Amis waren von Juden aufgehetzt und mit doofen Brutkastenlügen betäubt.

So etwas muss man erst einmal schaffen, in ein Land einmarschieren, ohne nachrichtendienstliche Aufklärung, buchstäblich die Hand am Sack, mit 5000 Panzern.

In der Hafenstadt Umm Qasr sollte dann ein Exempel statuiert werden.

Wer mit der Hand am Sack in ein solches Land eindringt kriegt eins auf die Mütze.

Im lauten Gespräch gegenüber einem türkischen Taxifahrer in der Sonnenallee in Berlin verquatschte ich mich kurz nach Beginn der Kampfhandlungen, dass ein Scharfschützenbatallion der irakischen Armee den Auftrag hatte, den Hafen Umm Qasr bis zur letzten Patrone zu verteidigen.

Mein Vater Hias, ein preisgekrönter Scharfschütze, hatte auch bereits im lauten Gespräch Bemerkungen in dieser Richtung fallen gelassen.

Während die Amis nichtsahnend mit dem Song „Burn Motherfucker, burn“ in ihren dumpfen Panzern durch die Wüste rollten wurde ihre Infanterie vor Umm Qasr von Scharfschützen zu 80 Prozent vernichtet.

Monatelang war die Stadtgrenze eine Deppenfalle, ganze Offizierskonvois wurden mit einfachen Jagdgewehren von Steyer-Mannlicher aufgebracht.

Wir wussten damals nicht, dass die amerikanischen Kameraden von den Juden mit radioaktivem Essen vergiftet worden sind. Diese Schweinerei hätten wir niemals zugelassen, auch eigene Leute waren betroffen.

Es tut mir heute leid, was damals passiert ist. Seit es Telefone gibt soll man ja sprechen können. Das gilt auch für Offiziers-Cowboys.

(Foto US-Army, Michael Walsh Lizenz)

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